Geschäftsidee

Der Kern. Wo liegen die Stärken und Schwächen? Welches Geschäftsmodell passt?

Businessplan

Der Geschäftsplan ist für Dich! Aber auch ein Muss für Banken und Förderer. So funktioniert's!

Finanzierung

Oft scheitert's daran: Ohne Moos nix los! Die besten Wege zur Geldbeschaffung.

Team

Das Team gewinnt. Wer muss unbedingt an Bord? Und wer kann sonst noch helfen?

Fördermittel

Start-Ups werden unterstützt! Die Top-Fördermöglichkeiten für Gründer und Jungunternehmer.

Sie wollen sich selbstständig machen oder Ihr Unternehmen erweitern?

Mit einem überzeugenden Businessplan legen Sie den Grundstein für Ihr Vorhaben. Wenn Sie einen Geschäftsplan ausarbeiten, dann testen Sie nicht nur Ihre Geschäftsidee. Sie schaffen auch die Voraussetzung, um bei Banken und Investoren zu punkten. Das hilft Ihnen entscheidend, die Finanzierung für Ihre Gründung oder Ihre Geschäftserweiterung zu sichern.

Wir unterstützen Sie, wenn Sie einen bankfähigen Businessplan brauchen. Und stellen Ihnen nützliche Vorlagen gratis zur Verfügung. Und helfen Ihnen die häufigsten Fehler zu vermeiden. Nutzen Sie die kostenlose Erstberatung! Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit einem erfahrenen Gründungsberater.

DIE 6 WICHTIGSTEN FRAGEN RUND UM DEN BUSINESSPLAN

1) Was genau ist ein Businessplan?

Der Businessplan oder Geschäftsplan fasst in einem übersichtlich strukturierten Dokument zusammen, welche Idee ein Unternehmer grundsätzlich verfolgt. Er beschreibt zudem, welche Schritte zur Umsetzung er dabei plant. Businesspläne haben in der Regel einen Umfang von 15 bis 50 Seiten. Dabei folgen sie meist einem ähnlichen Muster. Der Businessplan  enthält eine genaue, gut verständlichen Beschreibung der Geschäftsidee. Zudem enthält der Businessplan ein Zahlenwerk, das die betriebswirtschaftliche Planung so detailliert wie nötig abbildet.

2) Was ist der Nutzen des Businessplans?

Der Geschäftsplan ist die Basis für Ihren Erfolg. Das gilt genauso für die strategische und operative Planung eines bestehenden Unternehmens wie für eine Existenzgründung. Mit dem Businessplan prüfen Sie in strukturierter und nachvollziehbarer Form alle wichtigen Aspekte Ihrer Unternehmung. Sie beleuchten den Nutzen Ihres Angebotes für Ihre Kunden. Gleichzeitig untersuchen Sie den Wettbewerb und Ihre Position dazu und analysieren die Stärken und Schwächen Ihres Teams. Schließlich überführen Sie die anstehenden Aktivitäten in eine Zeitplanung. Und nicht zuletzt schaffen Sie Klarheit in den Finanzen. In erster Linie ist der Businessplan also ein Wegweiser für Ihr unternehmerisches Handeln.

Wenn Sie für Ihr Vorhaben die Unterstützung von Geldgerbern benötigen, bekommt der Businessplan besondere Bedeutung:

  • Bei der Arbeitsagentur und der fachkundigen Stelle: zu Beantragung von Gründungszuschuss und Einstiegsgeld zum Start in die Selbstständigkeit
  • Bei der Hausbank: zur Beantragung von Darlehen und Bürgschaften und zur Verhandlung von Kontokorrentkrediten
  • Bei Förderbanken: zur Beantragung von Fördermittel oder Bürgschaften
  • Bei Investoren oder wichtigen Geschäftspartnern: zur Diskussion von Engagements und Beteiligungen
  • Bei Wettbewerben: zum Nachweis der Geschäftsidee

3) Wie ist ein Businessplan aufgebaut?

Eine feste Formvorgabe gibt es nicht. Dennoch sollte er nicht nur mit Fakten sondern auch durch seine Struktur und seine Lesbarkeit überzeugen. Dazu gehört eine saubere Gliederung, eine angemessene Schriftart und -größe, ein ansprechendes Design, eine fehlerfreie Ausformulierung und eine korrekte Grammatik.

Jedes Kapitel im Businessplan beschreibt einen wichtigen Aspekt des Vorhabens:

  • Das Leistungsangebot und das Geschäftskonzept
  • Die Vision, die Ziele und die Strategie
  • Der verantwortliche Unternehmer, sein Team und die Organisation
  • Die Zielgruppen, der Markt und der Wettbewerb
  • Das Marketing und der Vertrieb
  • Die rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Die Finanzen mit Kapitalbedarfsplanung, Ergebnisplanung und Finanzplanung

In einer Kurzzusammenfassung (Executive Summary) werden alle Kernaussagen für eilige Leser und zu besseren Orientierung an den Anfang des Dokumentes gestellt.

4) Was wird beim Businessplan oft falsch gemacht?

Für Businesspläne gibt es unzählige vorgefertigte Vorlagen. Diese Muster können Ihnen zwar einen Eindruck vermitteln, welche Inhalte eine Businessplan enthalten soll. Diese Standardstrukturen und -formulierungen dürfen sie allerdings nicht blind übernehmen. Eine Unternehmensgründung und ein Investitionsvorhaben sind immer individuell. Eine Businessplan-Vorlage ist genau das nicht.

Die Kundenanalyse ist zu oberflächlich. Analysieren Sie Ihre Zielgruppe ganz genau. Lassen sie sich von Ihrer Begeisterung für Ihr Vorhaben nicht dazu verleiten, den Nutzen Ihres Angebotes und die Zahlungsbereitschaften zu überschätzen. Der Wurm muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken.

Der Wettbewerb wird unterschätzt. Bedenken Sie immer, dass andere Anbieter versuchen können, Ihre Ideen zu imitieren oder ein Alternativprodukt anzubieten. Selbst wenn Sie überzeugende Alleinstellungsmerkmale besitzen, sind diese nicht immer von Dauer.

Die Finanzplanung ist unvollständig oder zu optimistisch. Zahlen lügen nicht! Oder doch? Eine realistische Einschätzung aller Kosten und Erlöse und deren korrekte kaufmännische Darstellung ist die wichtigste Voraussetzung für einen tragfähigen Businessplan. Betrachten Sie auch die Möglichkeit, dass manche Entwicklungen nicht reibungslos oder langsamer verlaufen als zunächst vermutet. Zeigen Sie in Szenarien auf, dass das Konzept auch dann noch aufgeht.

Die Qualifikation des Unternehmers und seines Teams wird nicht klar genug beschrieben. Suchen Sie sich einen qualifizierten Sparringspartner. So finden Sie heraus, welche Fragen mögliche Geldgeber beantwortet wissen wollen.

Die Executive Summary des Businessplans ist nicht überzeugend. Dieses Kapitel wird meist als erstes gelesen. Ein schwacher erster Eindruck ist manchmal nur schwer wieder gut zu machen.

5) Wie komme ich schnell zu einem Businessplan?

Für die schnelle Entwicklung eines Businessplanes können Sie eine fertige Vorlage und spezielle Software benutzen. Bedenken Sie dabei aber, dass dabei die Besonderheiten Ihres Geschäfts und Ihrer Situation dabei kaum berücksichtigt werden können. Gerade wenn Sie Ihre Idee wirklich auf den Prüfstand stellen wollen und wenn von Ihrem Businessplan die Genehmigung von Finanzierungen und Fördermitteln abhängen, sollte Qualität vor Geschwindigkeit stehen.

Auch wenn Sie es sorgfältig angehen wollen, ist das Anfertigen eines Businessplanes kein Hexenwerk und dauert nicht allzu lange. Dabei helfen bestimmte Tools. Im allerersten Schritt kann der Gründer sein Geschäftsmodell mit dem Business Model Canvas visualisieren und die Geschäftsidee weiterentwickeln. Dazu braucht es weder Software noch besondere Vorkenntnisse. Beim Business Model Canvas (BMC) werden im Rahmen eines Brainstormings neun verschiedene Schlüsselparameter nach und nach beleuchtet. Das schafft einen guten Überblick über die einzelnen Bereiche der Existenzgründung. Für den Businessplan sind so bereits wichtige Erkenntnisse zusammengetragen.

Mit einem Textverarbeitungsprogramm und einer Tabellenkalkulationssoftware lassen sich nun alle notwendigen Beschreibungen und Berechnungen erstellen. Den Businessplan mit einem weißen Blatt anzufangen, macht die Angelegenheit allerdings fehleranfällig und beschwerlich. Gerade spezialisierte Berater und Coaches für Gründer können meist auf fertige Templates zurückgreifen, die individuell angepasst werden können und sich bereits vielfach in der Praxis bewährt haben.

6) Wer hilft, einen Businessplan zu erstellen?

Die allgemeinen Grundlagen des Businessplans werden von Industrie- und Handelskammern sowie von Handwerkskammern im Rahmen von Existenzgründerseminaren gegen geringe Gebühr vermittelt. Das schafft einen ersten Überblick und hilft, die Bedeutung des Geschäftskonzeptes und deren gründlicher Ausarbeitung und Dokumentation zu verstehen. Auf individuelle Fragestellungen kann dort allerdings nicht detailliert eingegangen werden.

Ein klein wenig weiter helfen dem Gründer da manchmal die oftmals kostenlosen Erstberatungen von Kammern, Verbänden und öffentlichen Institutionen und Initiativen. Eine erste individuelle Einschätzung, verbunden mit Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise kann hier meist erwartet werden.

Wer die besondere Bedeutung eines individuellen Businessplans erkannt hat, kann sich an einen spezialisierten Berater oder Gründercoach wenden. Dieser erstellt zusammen mit dem Gründer in kurzer Zeit ein genau zugeschnittenes bankenfähiges Unternehmenskonzept mit detaillierter Planung. Diese Unterstützung ist in der Regel Förderfähig und der Existenzgründer muss nur einen überschaubaren Eigenanteil leisten. Das gilt übrigens auch für die meisten Beratungen von bestehenden Unternehmen.

Limburg Consulting bietet für Interessierte eine kostenlose Erstberatung an. Dort erhalten Sie wertvolle Tipps zu Existenzgründung, Geschäftserweiterung, Finanzierung oder allgemeinen betriebswirtschaftlichen Fragen. Dazu bekommen Sie wertvolle Informationen über Fördermöglichkeiten und -programme und Erklärungen zu den erforderlichen nächsten Schritten.

Gründer mit Businessplan

Ein passender Businessplan legt den Grundstein für ein erfolgreiches Vorhaben.

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Bela M.

Ein gelassener Coach, der einen gut auf die Selbstständigkeit vorbereitet.

"Er geht auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden ein und befasst sich zudem ausführlich mit der jeweiligen Branche. Bei der Erstellung des Businessplans ist er eine große Unterstützung, gerade auch, wenn man nicht aus der Welt der Zahlen kommt. Nach Beendigung des Coachings ist er weiterhin jederzeit Ansprechpartner und gibt wertvolle Tipps über die Beratungszeit hinaus."

Senol C.

Ein genialer und präziser Coach. Einfach erklärt, sehr gut klar gekommen.

"Er hat sich immer viel Zeit genommen. Auf meine Fragen hat er immer die bestmögliche Antworten gehabt. Darüber hinaus half er mir auch noch nach dem Coachingprogramm und gab mir wertvolle Tipps. Ich empfehle ihn jedem weiter der etwas im Leben erreichen möchte."

Mehr Infos? Offene Fragen?





Hand und Geld

Junge Unternehmen und Gründer werden öffentlich gefördert. Verschenken Sie kein Geld!

DIE TOP FÖRDERMÖGLICHKEITEN FÜR GRÜNDER

Wer ein Unternehmen gründen will braucht Geld. Gerade in der Anfangsphase sind die Herausforderungen und Risiken allerdings besonders groß. Viele öffentliche und private Stellen unterstützen Existenzgründer und erleichtern den Start. Es ist allerdings nicht immer einfach, den Überblick über die vielen Förderprogramme und Zuschüsse zu behalten.

Tipp: Die meisten Fördermittel werden nur gewährt wenn Sie beantragt wurden bevor das Vorhaben beginnt. Klären Sie also unbedingt die Fördermöglichkeiten bevor Sie starten!

FÖRDERMITTELCHECK :: GRATIS ::

Für Gründer und Jungunternehmer gibt es viele Fördermöglichkeiten. Welche passen für Sie?

Zuschüsse zur Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Logo ArbeitsagenturFür Empfänger von ALG I gibt es die Möglichkeit, zur Sicherung des Lebensunterhaltes in der Anfangsphase den sog. Gründungszuschuss zu beantragen. Wird das Vorhaben aus der Langzeitarbeitslosigkeit heraus gestartet kann das Einstiegsgeld gewährt werden. Bei Einstiegsgeld und Gründerzuschuss handelt es sich um Ermessensleistungen ohne Rechtsanspruch. Im Rahmen der Antragstellung muss die Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens in jedem Fall von einer fachkundigen Stelle bescheinigt werden. Hierzu wird in der Regel ein ausführlicher Businessplan erstellt, der von einem qualifizierten Unternehmensberater, Steuerberater oder einer öffentlichen Beratungsstelle begutachtet wird.

Förderung von Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Logo Exist Förderung Mit dem EXIST Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sollen die Erfolgsaussichten technologie- und wissensbasierter Unternehmensgründungen erhöht  werden. Insbesondere für Gründungen aus dem universitären Umfeld ist dies interessant. Gefördert werden Gründerteams über Stipendien und  in Form von nichtrückzahlbaren Zuschüssen zu Personal- und Sachkosten  sowie zu Coachings. Die Förderdauer kann sich über mehrere Jahre erstrecken.

Förderung von Beratung vor der Gründung

Logo Land NRWUm  Existenzgründern die ersten Schritte zu erleichtern bieten die Bundesländer Programme zur Förderung von Gründungsberatungen durch Unternehmensberater an. In Nordrhein Westfalen  bezuschusst das Land über das Beratungsprogramm Wirtschaft (BPW) Existenzgründungen durch Neugründung, Übernahmen oder Beteiligung eines Unternehmens und den Start in die Freiberuflichkeit. Bezuschusst werden 50% bis 80% der Beratungskosten.

Ähnliche Förderprogramme bieten auch die anderen Bundesländer.  Einen Überblick gibt die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Förderung von Beratung nach der Gründung

Logo BAFAIn der Start- und Festigungsphase greift für Jungunternehmer das Programm „Förderung unternehmerischen Know-Hows“. Gründungsberatung durch speziell zugelassene Berater kann so mit 50% bis 80% der Kosten bezuschusst werden. Das hilft bei der Beantragung von Darlehen, der Gewinnung von Investoren, dem Coaching in unternehmerischen Fragestellungen oder bei der Beschleunigung anstehender Aufgaben. Zuständig für dieses Programm ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Meistergründungsprämie

Logo ESF für DeutschlandEinige Bundesländer bieten besondere Fördermöglichkeiten für Gründungsvorhaben aus dem Handwerk. In NRW kann beispielsweise die Übernahme oder Beteiligung an einem Betrieb durch einen Handwerksmeister- oder eine Meisterin mit einem nicht rückzahlbaren Förderbetrag in Höhe von 7.500 € unterstützt werden. Bayern, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bieten derzeit ähnliche Programme Prämien von bis zu 15.000 EUR. Voraussetzung ist in der Regel, dass im Rahmen der Gründungen Arbeitsplätze geschaffen werden.

Gründerstipendium NRW

Stipendium für innovative Gründer

Wer eine innovative Geschäftsidee auf den Weg bringen will kann sich in Nordrhein-Westfalen um das Gründerstipendium NRW bewerben. Neben einem Zuschuss von monatlich 1.000 EUR der über ein Jahr gezahlt wird, erhalten die Stipendiaten ein individuelles Coaching. Die Bewerbung erfolgt dezentral über die regionalen Gründungsnetzwerke und ist relativ unbürokratisch. Wichtig ist jedoch der zukunftsweisende Charakter des Vorhabens. Dabei kann es sich sowohl um neuartige Produkte als auch um besondere Verfahren oder aber um innovative Dienstleistungen handeln.

Team mit Idee

Wie prüfe ich meine Geschäftsidee?

Wie gut ist meine Geschäftsidee?

Interview mit einem Gründungsberater

Peter Schmitt, Düsseldorf

"Die Idee ist nicht alles aber ohne eine vernünftige Geschäftsidee ist alles nichts"

Peter berät seit über 15 Jahren Existenzgründer, Jungunternehmer und mittelständische Unternehmen. Strategisches Marketing, Businesspläne, Preismanagement und Organisationsoptimierung sind seine besonderen Schwerpunkte.

Wie entstehen Geschäftsideen denn üblicherweise?

Da gibt es ganz unterschiedliche Wege. Manche Menschen tragen Ihre Idee über Jahre mit sich herum. Hin und wieder wird ein Hobby daraus und es entwickelt sich der Wunsch, etwas Berufliches daraus zu machen.

Oft aber entstehen Ideen eher spontan aus Alltagssituationen heraus. Da findet sich eine Lösung zu einem Problem und im persönlichen Umfeld gibt es erste positive Reaktionen dazu. Manchmal werden Gründungsideen aber auch systematisch entwickelt. Dann steht der Wunsch im Vordergrund, mit einem eigenen Business unabhängig zu werden und es wird gezielt nach einem Ansatz Ausschau gehalten, das zu realisieren.

Und dann gibt es noch die Möglichkeit, die Tätigkeit, die man bereits im Angestelltenverhältnis ausübt in die Selbständigkeit zu überführen. Das findet man oft bei Handwerkern oder Freiberuflern.

Wie kann ein Gründer erkennen ob seine Idee gut und tragfähig ist?

Das ist oft gar nicht so einfach. Schließlich gilt es dabei eine ganze Reihe von Faktoren zu beachten. Das fängt mit der Marktbetrachtung an: Die Frage, ob es für die Dienstleistung oder das Produkt  ausreichend Nachfrage gibt, liegt natürlich auf der Hand. Für eine erste Antwort helfen Vermarktungstests. In begrenztem Umfang und mit kleinem Budget können verschiedene Varianten ausprobiert und die Reaktion der Zielkunden genau ausgewertet werden.

Nun kommen wir zum Wettbewerb. Oft hört man von Gründern: „Mein Angebot ist einzigartig. Ich habe gar keinen richtigen Wettbewerb“. Das ist aber fast immer eine Fehleinschätzung. Selbst wenn die Geschäftsidee so noch nirgends verfügbar ist, gibt es für fast jedes Bedürfnis bereits heute eine Lösungsmöglichkeit. Oder sie kann, wenn nötig, von etablierten oder neuen Wettbewerbern recht einfach geschaffen werden. Das muss in die Bewertung mit einbezogen werden. Die eigene Begeisterung kann da den Blick für die Realitäten verstellen. Meine Empfehlung: sprechen Sie mit Kunden, diskutieren Sie mit Skeptikern und betreiben Sie argumentatives Sparring mit erfahrenen Fachleuten. So prüfen Sie Ideen rechtzeitig auf Herz und Nieren.

Und wenn meine Idee rechtlich vor Wettbewerb geschützt ist?

Eine ganz wichtige Alternative für Kunden wird oft übersehen oder ignoriert: Gerade bei besonders innovativen neuen Angeboten haben die Nachfrager die Möglichkeit des „Konsumverzichts“. Dann gibt es zwar vielleicht keinen Wettbewerber aber leider auch kaum eigene Kunden.

Welche Rolle spielt das Geschäftsmodell?

Ein gut durchdachtes Geschäftsmodell spielt eine ganz zentrale Rolle. Es reicht nicht aus, wenn das angebotene Produkt auf Interesse bei Kunden und Geschäftspartner stößt.  Wichtig ist, dass es eine klare Vorstellung davon gibt, wie dieses Interesse zu Geld gemacht werden kann. Das beinhaltet vor allem eine solide Strategie, eine saubere Kalkulation und ein marktgerechtes Preismodell. Nicht  und zuletzt braucht es geeignete organisatorische Vorkehrungen zu Beschaffung, Leistungserbringung und Vertrieb.

Was sollte ein Gründer als nächstes tun, wenn er von seiner Idee überzeugt ist?

Wenn die Geschäftsidee die erste Prüfung bestanden hat, ist es an der Zeit die ersten Schritte Richtung Umsetzung zu gehen. Es geht jetzt darum, herauszufinden, was genau getan werden muss, um diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Jetzt ist neben Kreativität vor allem Fleiß, Beharrlichkeit, Überzeugungskraft und ein klarer Kopf gefragt. In fast allen Fällen ist ein gut ausgearbeiteter Businessplan zum Start eine große Hilfe. Der Businessplan beantwortet alle zentralen Fragen rund um das Gründungsvorhaben. Er zeigt, wo Schwerpunkte zu legen sind, arbeitet die Chancen und Stärken heraus und bildet das Fundament für die Finanzierung.  Wenn man die dabei lauernden Misserfolgsfallen umgehen will, sollte man sich beim Start von einem erfahrenen Gründungsberater unterstützen lassen. Da das so wichtig ist, wird es von der öffentlichen Hand mit 50-90% gefördert.

Wie komme ich an die passende Finanzierung?

 

Ohne Moos nix los!

Die meisten Gründer kennen das: die Geschäftsidee steht, die nächsten Schritte sind geplant, erfolgversprechende Gespräche mit möglichen Geschäftspartnern und Kunden haben stattgefunden. Vielleicht ist auch der Businessplan schon erstellt. Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden! Und das kostet Geld. Zum Glück gibt es für Gründer und Jungunternehmer eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Optionen:

1) Eigene Mittel: Das Ersparte nutzen

Ganz ohne eigene Reserven ist es oft besonders schwierig, den Start in die Selbstständigkeit erfolgreich hinzubekommen. Meist muss eine gewisse Zeit überbrückt werden, bis die Gründungsidee ausreichend entwickelt ist, um dafür fremde Gelder beschaffen zu können. Um das Ersparte nicht komplett aufzubrauchen, sollte schnellstmöglich ein Businessplan erstellt werden. Das schafft Klarheit über den Kapitalbedarf und hilft Fremdkapital zu beschaffen.

Tipp:  Nutzen Sie öffentliche Beratungsförderung und erstellen Sie gemeinsam mit einem erfahrenen Gründungsberater einen soliden Businessplan. So sparen Sie meist 50% der Kosten und gewinnen schnell an Fahrt!

2) Privatdarlehen: Family & Friends

In vielen Fällen geht der erste Weg zu Eltern und Verwandten, wenn es darum geht, sich Geld für seine Gründungsidee zu besorgen. Eine Schenkung oder ein zinsloses und flexibles Privatdarlehen kann zweifellos eine große Hilfe sein. Schließlich kann man hier mit besonderem Entgegenkommen bei den Konditionen rechnen.  Private Hilfe hat aber auch Ihre Tücken:  Viele Gründer wiegen sich mit dieser Finanzierung in trügerischer Sicherheit und verpassen den Zeitpunkt, sich rechtzeitig und professionell um die Folgefinanzierung zu kümmern.

Dennoch: privates Geld, das wie Eigenkapital zu bewerten ist, schafft nicht nur finanzielle Spielräume zu besten Bedingungen. Es erleichtert auch die Gespräche mit künftigen weiteren Geldgebern.

3) Fremdkapital: Kredite von der Bank

Der Bankkredit ist das vielleicht häufigste Finanzierungsinstrument. Allerdings steht der klassische Bankkredit vielen Gründern nicht zur Verfügung. Es fehlt oft an Sicherheiten und dem Nachweis der Kapitaldienstfähigkeit. Schließlich kann ein Jungunternehmer ja keine Historie an Jahresabschlüssen vorlegen wie das in etablierten Firmen üblich ist. Aber es gibt in vielen Fällen eine besondere Möglichkeit, dennoch an ein günstiges Bankdarlehen zu kommen. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) werden spezielle Förderdarlehen bereitgestellt, die über die Hausbanken beantragt werden können. Diese Kredite sind zinsgünstig, ermöglichen eine tilgungsfreie Anlaufphase und stellen die Hausbank zu großen Teilen von der Haftung frei. Die drei derzeit angebotenen Varianten sind:

  • ERP Gründerkredit StartGeld (bis zu 100.000 Euro für eine Vollfinanzierung mit Haftungsfreistellung für die Bank)
  • ERP Kapital für Gründung (bis zu 500.000 Euro für eine Teilfinanzierung)
  • ERP Gründerkredit universell (Finanzierung auch über 500.000 Euro für eine Vollfinanzierung in Deutschland und im Ausland)

Grundlage für die Beantragung ist in jedem Falle ein aussagekräftiger und somit bankfähiger Businessplan. Damit und mit einer guten persönlichen Vorbereitung auf die Bankengespräche sollte es dann klappen mit dem Förderkredit.

Tipp: Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in einer kostenlosen Erstberatung durch einen spezialisierten Gründungsberater. Vereinbaren sie gleich hier einen Termin:

 

Existenzgründer mit geringerem Kapitalbedarf haben zudem die Möglichkeit, einen Mikrokredit zu beantragen. Diese Mikrokredite haben ein Volumen von bis zu 25.000 Euro. Um Mikrokredite zu erhalten gibt es unterschiedliche Wege. In Nordrhein-Westfalen kann beispielsweise über die Startcenter NRW das NRW.Mikrodarlehen beantragt werden. Dieses läuft über 6 Jahre, ist ein halbes Jahr tilgungsfrei und kostet 4,5% Zinsen (Stand Okt 2018). Alternativen dazu werden von einer Reihe von Mikrofinanzinstituten angeboten.

4) Beteiligungskapital: private Investoren

Viele Jungunternehmer träumen davon: ein Business Angel oder eine Venture Capital Gesellschaft steigt mit einer größeren Summe in das Start-Up ein und gibt der neuen Unternehmung den entscheidenden Anschub.

Der Venture-Capital Geber stellt Wagniskapital und Know-How zur Verfügung und erhofft sich durch seine Beteiligung einen hohen Profit. Er weiß, dass ein erheblicher Anteil seiner Deals nicht den erwarteten Erfolg bringen wird. Daher nimmt er nur solche Unternehmen ins Portfolio auf, deren Geschäftsideen  ein besonders großes  Gewinnpotenzial in sich tragen. Die privaten Investoren interessieren sich also nicht nur dafür, ob sie ihr Geld zurückbekommen (wie eine Bank) sondern insbesondere dafür, welche Perspektiven im Unternehmen stecken.

Für Sie als Gründer und Jungunternehmer, der Beteiligungskapital anwerben will, heißt das:

  • Stellen Sie bei Präsentationen insbesondere die Wachstumschancen klar heraus.
  • Schätzen sie dabei auch die Risiken realistisch ein und wappnen Sie sich für entsprechende Rückfragen.
  • Präsentieren Sie einen soliden und überzeugenden Businessplan mit einer knackigen Zusammenfassung.
  • Zeigen Sie Begeisterung und Erfolgswille und sparen sie nicht mit harten Fakten.

Je fortgeschrittener die Entwicklung der Technologie ist und je klarer die Organisation, das Team, der Wettbewerb und die Nachfrage dargestellt werden können, desto eher gelingt es, potenzielle Investoren anzusprechen und zu überzeugen.

5) Fördermittel: Der Staat hilft

Um Existenzgründer und junge Unternehmen zu unterstützen, gibt es eine ganze Reihe von Förderprogrammen. Diese beinhalten geförderte Kredite, Haftungsübernahmen für Darlehen in Form von Bürgschaften, die Bereitstellung von Beteiligungs- und Risikokapital und Zuschüsse bzw. direkte Geldleistungen.  Auch die Kosten für Gründungsberatungen werden stark subventioniert. Insgesamt stellen Bund, Länder und die EU über 2.000 verschiedene Förderungen bereit.

Besonders interessant für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit ist der Gründungszuschuss des Arbeitsamtes. Existenzgründer erhalten in der Startphase monatliche Zahlungen, um ihren Lebensunterhalt zu decken. Es gibt allerdings keinen Rechtsanspruch darauf und viele Sachbearbeiter verfahren nach dem Prinzip „Vermittlung vor Existenzgründung“. Die Genehmigung des Gründungszuschusses ist also kein Selbstläufer. Oft braucht es dazu eine gehörige Portion Überzeugungskraft und eine schlüssige Argumentation.

Wichtig zu wissen: die öffentlichen Förderungen sind in vielen Fällen eine gute Hilfe um besser in die Selbständigkeit zu starten. Sie helfen aber nur am Anfang und können ein schlecht durchdachtes Geschäftsmodell nicht heilen.

Tipp: Verschenken Sie kein Geld und machen Sie einen kostenlosen Fördermittelcheck um zu erfahren, welche Mittel Sie für Ihr Vorhaben bekommen können.

Wasser bis zum Hals

Ohne eine passende Finanzierung ist eine Gründung kaum machbar.

Katharina K.

Ein sehr professioneller Berater.

"Das Coaching ist mir eine sehr große Hilfe gewesen, die Atmosphäre ist angenehm. Sehr empfehlenswert für Existenzgründer bzw. Start-Ups, die einen Businessplan und auch Tipps und Tricks Online benötigen. Durch die hilfreichen Tipps konnte ich sogar in der Coachingzeit neue Kunden dazu gewinnen."

FÖRDERMITTELCHECK - GRATIS

Für Gründer und Jungunternehmer gibt es viele Fördermöglichkeiten. Welche passen für Sie?

Das Gründerteam - Die Mannschaft gewinnt das Spiel!

Business people putting their hands together. Concept of teamwork and partnership

Gründung im Team erhöht die Erfolgschancen!

 

Mehr als drei Viertel aller Startups in Deutschland werden im Team gegründet. Dabei kommen kleine Gruppen von 2-3 Personen am häufigsten vor (ca. 60%). Nur selten gründen fünf oder mehr Partner gemeinsam.

Teamgründungen haben klare Vorteile: wer sich zusammenschließt kann sich die Arbeit aufteilen, profitiert in von mehr Fachwissen und hat höhere Produktivität und Schlagkraft. Ein großes Kontaktnetz schafft zusätzliche Optionen. Auch aus psychologischer Sicht ist manches einfacher. Schwierige Entscheidungen können diskutiert und Fortschritte gemeinsam bewertet werden. Oft gibt das Handlungssicherheit und Mut für die nächsten Schritte.

Zuständigkeiten definieren

Dennoch scheitern viele Gründungen gerade am Team. Um als Mannschaft erfolgreich zusammenzuarbeiten, ist so manche Herausforderung zu meistern. Unternehmen funktionieren arbeitsteilig. Das bedeutet, dass sowohl die zu erledigenden Aufgaben als auch die damit einhergehende Verantwortung auf unterschiedliche Schultern verteilt werden müssen. Geben Sie sich also klare Regeln, wer wofür zuständig ist! Auch wenn es schwer fällt. Sie vermeiden so schmerzhafte Missverständnisse und Streitigkeiten.

Konflikte entschärfen

Stellen Sie sich darauf ein, dass es neben fachlichen auch immer wieder persönliche Konflikte in Ihrem Team geben wird. Auch in jungen Unternehmen menschelt es. Es wird viel gearbeitet und viel Herzblut eingebracht. Erfolge und Rückschläge lassen Emotionen aufwallen und persönliche Belange müssen oft zurückgestellt werden. Jetzt ist es besonders wichtig, dass Unstimmigkeiten einvernehmlich gelöst werden.

Kommunikation und Koordination sicherstellen

Je größer das Team, desto größer ist diese Aufgabe. Der Kommunikation und der Abstimmung kommt dann ganz besondere Bedeutung zu. Um schlagkräftig zusammenzuwirken müssen die einzelnen Schritte koordiniert und die Beteiligten ausreichend informiert werden. Etablieren Sie frühzeitig Organisationstrukturen und Entscheidungsprozesse! Das Aussitzen von Entscheidungen lähmt das Fortkommen genauso wie langwierige, basisdemokratische Meinungsbildungen.

Infografik Teamgründung

Zielsetzung vereinheitlichen

Ganz wichtig ist: Alle Teammitglieder müssen die gleichen Ziele verfolgen. Diese Ziele müssen Sie gemeinsam festlegen  und in einzelne Aufgaben übersetzen. Kontrollieren Sie die Zielerreichung regelmäßig und analysieren Sie eventuelle Abweichungen genau. So stellen sich die Lerneffekte ein, die gerade für Startups überlebensnotwendig sind.

Kompetenzen vervollständigen

In den meisten Startups finden sich Partner mit ähnlichem fachlichen und persönlichen Hintergrund zusammen. Viele Gründer haben nur wenige Jahre oder noch fast gar keine Berufserfahrung. Zwangsläufig fehlen den jungen Unternehmen daher bestimmte Kompetenzen, die für die Entwicklung mitentscheidend sind. Startups sollten daher ihre Zusammensetzung genau unter die Lupe nehmen und herausarbeiten, ob Sie in allen Fachbereichen und für jede Entwicklungsphase richtig aufgestellt sind. Schauen Sie sich besonders die Bereiche Technik und Produktentwicklung, Vertrieb, Marketing, Finanzen, Personal, Administration, Organisation, Planung sowie Recht und Steuern an. Wenn das schwer fällt? Oft hilft Ihnen hier auch der erfahrene Blick von außen.

Tipp: Nutzen Sie die Möglichkeit einer kostenlosen Erstberatung bei einem Gründercoach.

Firmenanteile klären

Egal in welcher Rechtsform das neue Unternehmen starten soll: früher oder später muss geregelt werden, wem wie viel von der Firma gehören soll. Das hat direkte Auswirkungen auf die Entscheidungsmacht, die Risiken und die Gewinnaussichten der einzelnen Gesellschafter. Alle Beteiligten hier gleichzustellen, ist oft nicht die beste Lösung. Schieben Sie dieses Thema nicht auf die lange Bank!